Der Alltag

Posted in Uncategorized on Oktober 7, 2008 by funkstille

Der Alltag holt mich ein. Nach Monaten voller Spiel, Spass und Spannung hat sich der Alltag wieder als fette Wolke vor meine Sonne gedrückt. Morgens demotiviert aufstehen, Auf der Arbeit wegen Demotivation auffallen, nach Hause kommen. Dann beginnt der spannendste Teil des Tages, der sich aus Langeweile, Rauchen, Musik, Laptop und Tee trinken zusammensetzt. Das einzig spannende, das in letzter Zeit passierte, war die Trennung von meiner Freundin, und dies gestaltete sich durchaus sehr interessant. Ist jetzt aber auch vorbei, weswegen ich mich wieder voll und ganz auf die oben genannten Stimmungskiller konzentrieren kann. Dazu kommt akute Geldnot, die leider erst nächste Woche wieder zeitweilig einstellt. Da kann man sich aber zumindest mit Utensilien á la genügend Zigaretten, Wein & Bier ausstatten. Oder mal ganz extravagant einfach in die Stadt gehen, einen Kinosaal von innen sehen oder gemütlich in einer Bar was trinken.

Es könnte doch tatsächlich mal was passieren. Vielleicht ein nettes Gespräch, außerhalb der Onlinewelt, innerhalb des wirklichen Lebens. Wär doch mal was. So zur Abwechslung.

In diesem Sinne.

Tee

Tee

Immer die Falschen

Posted in Uncategorized on September 28, 2008 by funkstille

Das sind die, die es immer trifft.

Warum kanns nicht einfach mal irgend ein verkackter Idiot sein, der so weit entfernt wohnt wie möglich.

Nein, es muss und darf nur in meiner gewohnten Umgebung passieren und schlägt damit ein wie eine Bombe.

Ich könnte Heulkrämpfe bekommen, ich könnte alles kurz und klein schlagen, das mir auch nur irgendwie in die Quere kommt, und könnte jeden verdammten Menschen auf dieser scheiss Welt einsperren, damit ich durch die Straßen laufen kann und einfach nur meine Ruhe hab, ohne die ganze Zeit das „Tut mir wirklich Leid“ oder andere gemurmelte Mitleidsformen hören zu müssen. Die Rede ist übrigens von meinem Kater, der am Freitag von uns gegangen ist.

Ganz abgesehen davon läuft es in der Kategorie Mensch auch nicht. Aber hey, wen interessierts, wenn man sich auf nen Abend freut, wenn ICH mich auf nen Abend freue. Kein Problem, das ist nur er, den kann man ruhig mal versetzen. NEIN, kann man nicht. So langsam entwickelt sich abgrundtiefer Hass bezüglich zwischenmenschlichen Beziehungen. Ich kann nichts dafür, aber so ist das eben.

Aber es soll auch erfreuliche Nachrichten geben, aber dazu später mehr. Lieber noch etwas die Wut rausschreiben, so zum Beispiel die Enttäuschung, etwas versprochenes nicht bekommen zu haben. Auch wenn du das lesen wirst, oder vielleicht hoffentlich, ich bin wirklich enttäuscht. Ich hatte mich wirklich darüber gefreut, es zu bekommen. Natürlich werde und kann ich dir nicht böse sein, aber trotzdem hat diese Nachricht nicht gerade zu einem gelungenen Tag beigetragen.

So, nun die erfreulichen Nachtrichten. Heute Abend kommt Besuch, alter Freund, alter Zivikollege, der eine Woche lang bleiben wird. Hört sich ziemlich gut an. Außerdem bin ich gerade dabei, mein Leben aufzuschreiben. Bringt viele Erinnerungen hoch, gute sowie schlechte. Aber ist durchaus interessant, dazu auch anstrengend.

Genug, mal ein Post, der nicht euren Erwartungen entspricht, aber sagen wirs mal so:

Change, that’s all I want.

rip

Banküberfall

Posted in Uncategorized on September 21, 2008 by funkstille

Die gewohnte Situation.
Alltagssituation.
Kennt jeder.
Banküberfall.
Kommt eh jeden Tag in den Medien, jeder weiss darüber besser bescheid als der andere, all das.
Ich da mitten drin.
Wundervoller Arbeitstag.
Nicht.
Verkacktes Wetter, verkackte, schnöselige Leute.
Und unterbezahlt.
Jedenfalls hab ich schon den ganzen Tag das Gefühl, irgendwas spannendes wird passieren.
Und irgendwie merken die anderen das auch.
Unruhe breitet sich aus.
Unter den Menschen, in den Menschen.
Wie eine Welle schwappt die Unruhe von Mensch zu Mensch, reißt sie in die Wogen bis es aussieht,
als habe es einen Schiffbruch gegeben.
Und siehe da, Piraten.
Yarrrrr.
Sie kommen.
Entern das sinkende Schiff.
Zu viele Löcher.
Zu viele morbide Stellen.
Nein, das Gebäude ist in einem wunderbaren Zustand.
Es ist wohl eher der Inhalt, welcher es dazu kommen lässt.
Wie auch immer, Piraten.
Nennen wir sie aus rechtlichen Gründen Bankräuber.
Alles drum und dran.
Der Fluchtwagen steht bestimmt bereit.
Schwarze Masken.
Wie einfallslos.
Da könnte man noch etwas kreativer sein.
Irgendetwas knallbuntes, quietschiges, sodass am Anfang garnicht erst realisiert wird,
was da vor sich geht.
Eine höchst suspekte Sache eben.
Was wollen die da, eine Bank überfallen.
Die sollen zurück zum Zirkus gehen.
Herrlich.
Das wär doch mal ein gelungener Banküberfall.
Sie sind eben langweilig, zweckbezogen, utilitaristisch.
So viel Geld mit so wenig Aufwand wie möglich.
Sie sollten Börsenspekulant werden.
Und sich dann scheleunigst verpissen, wenns schlecht aussieht.
Dann könnte man immer noch ne Bank überfallen, aber diesmal bitte kreativ angehaucht.
Die kommen also rein und brüllen Banküberfall.
Na super.
Als ob der Tag nicht schon beschissen genug wäre.
Ich hätte den Tag über hier gesessen, nichts gemacht oder gelesen, langweiligen, nichtsnutzigen
Smalltalk betrieben oder mir meine Gedanken über Gott und die Welt gemacht.
Eher die Welt.
Dann wäre ich nach Hause gegangen, hätte mir die Erlaubnis zum Onanieren geholt und einen schönen
Abend zu zweit verbracht.
Meine Hand und ich, Traumpaar.
Nein, das wird wohl noch dauern.
Banküberfall, Banküberfall, Banküberfall.
Uuuh, Junge, halts Maul
Hier interessiert das keinen, hier wirds niemanden interessieren, also halt einfach deine hässliche
schwarze, vermummte Fresse und zisch ab.
Boom, Headshot.
Gabs da nicht mal so n beschissenes Video?
Egal.
Das war zumindest mal der Abteilungsleiter.
Führungsposition.
Hätte man ausbauen können.
Das einzige, das man jetzt ausbauen, ist sein Schreibtisch.
Aber hey, probieren wir mal unser Glück.
Was soll ich verlieren.
Mein verkacktes Leben?
Meinen beschissenen Job?
Meine doch so aufrichtigen Freunde?
Spricht also alles dafür.
Und wenns nicht klappt bin ich den Scheiss los.
Muss mir wahrscheinlich nicht mal mehr Erlaubnis holen.
Junge, leg jetzt deine Waffe weg, halts Maul, setzt dich.
Ich bring dir nen Kaffee, und dann ist gut.
Fresse, ich leg dich um.
Ich leg dich um.
Ja genau, 2 Morde, rauskommen wirst du hier sowieso nicht, also bitte.
Und außerdem, so n schöner Kaffee?
Milch?
Zucker?
Halts Maul.
Ich leg dich um.
Stimmen überschlagen sich.
Schweiss.
Tränen?
Wer weiss.
Der Wahnsinn steht im praktisch in die Augen geschrieben.
Aber was ist schon Wahnsinn.
Jeder hat seine Definition davon.
Das ist ja wahnsinnig.
Das sagt der eine.
Wahnsinn, wenn wieder ein Ritualmord passiert.
Das sagt der andere.
Und wieder einer sagt, kranke Gedanken sind Wahnsinn.
Frei denken ist Wahnsinn.
Individuum sein ist Wahnsinn
Ich sage: Wahnsinn ist Wahnsinn.
Macht Sinn oder?
oder bin ich doch wahnsinnig?
Was er nicht weiss: Ich bi
n Europameister in Selbstverteidigung.
Was genau wäre jetzt zu spezifisch.
Außerdem sind wir ja nicht wählerisch.
Und das stimmt eh nicht.
Ich bin kein Europameister in irgendwas.
Aber ich wollte das schon immer mal sagen.Fühlt sich gut an.
Mal ganz abgesehen davon kann ich das auch ohne.
Ich fühl mich wie Superman.
Die Kugeln fliegen um mich, prallen von mir ab, reißen kleine Löcher in meine Kleidung.
Wäre auch zu schön gewesen.
Nach den 3 Schüssen der Pumpgun wirds langsam verschwommen.
Ich glaub auch nicht, dass die von mir abgeprallt sind.
Das waren wohl eher die Einschüsse an der Wand hinter mir.
Und die Löcher in der Kleidung sind doch nicht so klein, wie man dachte.
Außerdem ist alles rot.
Jetzt kommt bloss die Frage: Warum?
Das Haus ist modern und simpel gehalten, kalte Monotonie.
Da würde rot nicht passen.
Und mit Farbpatronen auf mich schießen?
Das wirds sein.
Haha, die Spassvögel.
Wenigstens waren sie da kreativ.
Aber irgendwie schaut mich jeder entsetzt an.
Nicht den „hach-war-das-lustig-das-machen-wir-öfter“-Blick.
Eher den „hach-das-war-garnicht-lustig-das-machen-wir-nie-wieder“-Blick.
Und irgendwas stimmt nicht.
Irgendwas zieht, brennt, schmerzt.
Und zwar höllisch.
So langsam kommts.
Der Abteilungsleiter hatt auch keine Farbpatronen abbekommen.
Der Kopf, geplatzt wie ein Luftballon.
Plopp.
Blut gepaart mich Knochen, Schädeldecken, Augenbällen, deren Sehnerv lustig im Wind flattert,
während er an die Scheibe klatscht, Zähne, grün-gelb-gräuliche Gehirnmasse.
Auf alles und jeden, überall im verfickten Büro, die ganze Filiale zugemüllt mit
Menschendreck.
Aber bei mir wars jetzt etwas weiter unten.
So Richtung Bauch.
Da sind auch ganz viele nette kleine Löcher.
Durch die bahnen sich kleine Blutströme den Weg am Bein runter auf den Teppich.
Den schönen, neuen Teppich.
Und da unten ist ein noch größeres Loch.
Da kommt auch was raus.
das ist aber irgendwie auch größer.
Und erinnert mich irgendwie an „Private James Ryan“.
Ach, der Darm wars.
aber so langsam wird mir das egal.
Alles verschwimmt, wird dunkler, ungemütlich, kalt.
Nein, da sind keine 983479283894 Bilder meines Lebens vor meinem inneren Auge.
Bullshit, das gibts garnicht.
Verlogene Welt.
Jetzt ist mir das alles egal.
Was aus der Filiale geworden ist, weiss ich nicht, interessiert mich nicht.
Was aus dem Bankräuber geworden ist, weiss ich nicht, interessiert mich nicht.
Ist mir wirklich egal.
Ich bin jetzt hier.
Und ich geh mir auf eigene Faust einen Runterholen.
Wie ich Zweideutigkeit liebe..

Dedicated to someone…

Zivilehrgang

Posted in Uncategorized on September 19, 2008 by funkstille

Jetzt gehts also los.
2 Wochen.
Ich freu mich.
Eher nicht.
Zivilehrgang.
Ja, entgegen jedem Anschein mache ich was soziales.
Kaum zu glauben, aber wahr.
Ich mag den Ausdruck.
Aber hat gut angefangen.
Nach einer eher unruhigen Nacht mit zu viel Zigaretten und Tee, ja Tee, erst mal ne Stunde
länger schlafen.
Heisst also um 8 aufstehen, um dann zu duschen.
Körperhygiene wird ja angeblich immer sehr groß geschrieben, dem Trend pass ich mich dann an.
Sachen packen, weil ich gestern aufgehalten wurde und nicht dazu kam, Kaba trinken, rauchen.
Los gehts.
Der Tee war übrigens ganz gut, aus Holland, warum auch immer, aber mit etwas Zucker genießbar.
Abgesehen von einem für meine verhältnisse relativ gelungenen Start gings dann wunderbar
verkackt weiter.
Mit Koffer zur Bahn laufen.
Wenn es etwas gibt, dass ich so absolut nicht ausstehen kann, ist es zu schwere, sperrige Koffer
durch stinkende Menschenmassen zu tragen.
Was macht der jetzt da?
Ist da ne Bombe drin.
Nein, Kleider, Laptop, Schnaps und Hygieneartikel, worauf wir ja bekanntlich sehr großen
Wert legen.
Ich habe eine Bombe, wenn sich einer rührt, lass ich sie los.
Ich meins erst.
Haltet eure Mundgeruchverseuchten Fressen und setzt euch hin.
War das ein Spass.
Die entsetzen Gesichter.
An der nächsten bin ich dann ausgestiegen.
Warten.
Warten ist scheisse.
Gibt es irgendwas, für das es sich lohnt zu warten?
Züge sinds jedenfalls nicht.
Ich hasse den Geruch von Bremsen in engen Zugschächten und Bahnhöfen.
Mir kommts hoch.
Geruchskotzen nenn ich das.
Ich hab ne Bombe, wenn einer sich rührt, lass ich sie los.
Haltet eure mit Bremsgeruch vermischten verfickten Parfümgestänke bei euch und haltet euer Maul.
Mit diesem gelungenen Schlusssatz steig ich in die Bahn ein.
Oh Wunder, voller Zivis.
Aber auch nette dabei.
Soweit man das in dieser Welt noch beurteilen und sagen kann.
Zugfahrt, 20 Minuten, Underneath the Gun und Tool.
So lässt sichs aushalten.
Who are you to wave your fingers, you must’ve been out your head.
Wooooooohooooooooooo.
Angekommen.
Ein verdreckter, alter Kleinbus mit Fahrer offensichtlich russischer Herkunft bittet uns,
einzusteigen.
Serviceleistung mit inbegriffen, er verfrachtet unsere Koffer in den viel zu kleinen
Kofferraum.
Hab ich schon erwähnt, dass ich ne Bombe im Koffer hab?
Einer rührt sich, und ich lass sie hochgehen.
Spass.
Können wir jetzt endlich fahren?
Angekommen, begrüßen uns unglaublich scheiss motivierte Dozenten.
Wie man erfährt sind es eine Frau ohne Oberweite, die Rhythmik studiert und ein 50 jähriger Öko,
der uns tatsächlich stolz erzählt, dass er mit seinen 50 Jahren seine Doktorarbeit immer
noch nicht abgeschlossen hat.
Sollte man das jetzt kommentieren?
Ich finde, das spricht für sich.
Nach herzlicher Begrüßung mit wundervollen Begrüßungs- und Kennenlernspielen gibt Mittagessen.
Nudeln.
DIe Kost für die nächsten zwei Wochen.
Hört sich sehr abwechslungsreich an.
Nach dem Essen in die Zimmer.
Zimmer Sieben.
Treppe rauf, einfach rauf.
Ausgelegt für eine Person, sitzen wir zu dritt eingepfercht im Dreckloch.
Das Raucherzimmer.
Gibts zwar nicht, aber wir machen eins draus.
Harter Alkohol verboten.
Darauf erst mal nen Jäger.
Nach dem Zimmerbeziehen in Seminarraum 1, um, wer kann es glauben, Kennenlernspiele zu praktizieren
und den Gruppenzusammenhalt zu stärken.
Wer will bitte Zusammenhalt mit unterbelichteten Kreaturen üben, die sich ihre KGV aus diversen
Internetforen kopieren.
Danach Steckbriefe.
Tanzen wir als nächstes unsere Namen?
Raucherpause.
Extended Version.
Nach 3 Stunden ists rum.
Hab ich erwähnt, dass es sich ungefähr so zentral befindet wie der stinkende hässliche Fuß
am Körper?
Jetzt aber.
Freizeit.
Bloss wo.
Im überfüllten Raum mit Kicker, Billiardtisch und Fruchtsaftautomaten?
Oder doch lieber im Fernsehzimmer, in dem gerade Fußball läuft.
Durchaus vielversprechende Angebote, zumindest für den normal-hirnlosen Mitmenschen.
Da muss ich doch sagen, dass ich mich leicht fehl am Platz fühle und lieber mein Zimmer bzw das
Fensterbrett, umfunktioniert zum Raucherraum, vorziehe.
Laptop an, Textdokument auf, Media Player an, Underneath the Gun.
Reimt sich sogar.
Ich verabscheue Reime.
Auf einen wundervollen Abend zu zweit.
Euch auch nen schönen Abend.
Nicht.
Warum sollte es euch Parasiten besser gehen als mir.

Die alternative Kneipe

Posted in Uncategorized on September 19, 2008 by funkstille

Man versucht, einen gemütlichen Abend zu verbringen.
Da sowohl im derzeitigen Fernsehprogramm definitiv und absolut nur gepresste Scheisse läuft,
ich mein Buch gerade zu Ende gelesen habe und mir den Abend nicht mit einsamem Betrinken
verschönern oder vertreiben will, bleibt nur der Griff zu den Kleidern, dem Deo und Parfüm,
da wir ja schließlich EIndruck schinden wollen, und man bewegt sich Richtung Haustür,
aus der Haustür raus und auf die Straße.
Wer braucht schon abeschließen.
Unsere Gesellschaft ist doch sowieso nur materialistisch eingestellt, sollen sie Klauen.
Da tu ich den Wichsern noch nen Gefallen, wenn ich nicht abschließe.
Soviel zum Thema mangelnde Sozialkompetenz.
Abschottung.
Das wär wohl das beste.
In meinem einsamen Keller in der Pampa sitzen.
Weit weg von beschissenen Medien, weit weg von sozialen, politischen und wirtschaftlichen
Einflüssen, dass ich mein scheiss Leben einfach leben kann.
Keine Krankheit geht mir auf die Nerven, zermürbt meine Geduld und Strapazierfähigkeit.
Sie halten einfach alle die Fresse, machen sie zwar nicht, aber sowerde ich das empfinden.
Und ich hab meine verdammte Ruhe und kann mich frei entfalten.
Aber wer kan ndas heutzutage noch.
Kein verficktes Lebewesen dieses Planeten kann sich in seiner eigenen Person entfalten,
sein eigenes Leben leben.
Individualität wird unterdrückt, Gedanken zensiert und Lebenseinstellungen gewandelt.
Ich bin davon bestimmt auf betroffen, sogar ganz sicher.
Aber ich bin mir darüber im klaren, das ganze andere Pack hat keinen Schimmer.
Aber gut, Individualität drückt sich ja bekanntlich durch zum Beispiel den Kleiderstil aus,
richtig?
Gut erkannt.
Nicht.
Idioten.
Genau das denken die, die mir gerade entgegenlaufen, wohl auch.
Hauptsache, nichts passt zueinander, man fällt auf.
Ist doch was tolles.
So wunderbar individuell, alternativ.
Hören bestimmt auch Musik, die so alternativ ist, dass sie sie selbst nicht kennen.
Ich hätte jetzt definitiv Lust und Freude daran, den verkackten Passanten einfach in ihr
hässliches alternatives Gesicht zu spucken, um das das mit meiner Faust wieder wegzuwischen.
Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen.
Das nennt sich dann wohl Wischtechnik, wenn man das ganze rote Zeugs kreuz und quer im Gesicht
und auf den Kleidern hat.
Sieht gut aus.
Steht ihnen zumindest.
Rot war bei ihrer farblichen Abstimmung noch nicht dabei.
Aber warum lange hier aufhalten, da geh ich lieber weiter.
Sollen sie doch schauen.
Da ist sie dann auch.
Ja, sie.
Sie war mir immer ein guter Freund, hat mich, außer an Feier- und Schließtagen nie im Stich
gelassen.
Die Kneipe.
Rein, hinsetzen, bestellen.
Ein kühles Blondes.
Wie ich diesen Ausdruck hasse.
Also ein Bier bestellen.
Wunderbar.
Und bis jetzt wars auch so schön ruhig.
Aber jetzt fangen sie an.
Halten ihre verfickten Fressen nicht und müssen rumpöbeln.
Es steigt in mir hoch.
Zweierlei.
Wut und Kotze.
Nicht, dass ich schon zu viel Bier getrunken hätte, aber diese nichtsnutzigen Hirnamputierten
gehen mir einfach dermaßen gegen den Strich.
Ich gehe an den Tresen.
Drehe mich langsam zu ihnen um.
Verständnislose, leere Blicke.
Man sollte sie vielleicht dem Alkohol zuordnen, der schon in Strömen geflossen ist.
Gleich wird auch etwas anderes in Strömen fließen.
Ganz abgesehen vom Spott.
Wozu man ein Bierglas alles benutzen kann.
Nicht, dass ich das nicht schon vorher wusste, aber ich wollte es nochmal explizit erwähnen.
Auf die hässliche Nase, die jetzt noch breiter ist, als sie vorher schon war.
Aber sieht doch eigentlich ganz gut aus.
Passt zu seiner flachen Persönlichkeit.
Dementsprechend wohl doch nicht so gut.
Wie viele sinds noch?
2.
Gut.
Reicht.
Zu mehr habe ich heute auch keine Lust.
Aus dem anfänglichen Schockzustand erwacht, wilde und wütende Blicke.
Herrlich.
Gerade können sie zwar nicht sehen, aber wie sie nicht gerade sehen können, ist verdammt amüsant.
Wozu Dartpfeile so alles gut sein können.
Nicht, dass ich das nicht schon vorher wusste, ich wollte es aber nochmal explizit erwähnen.
Triefende Augen, wohl doch zu viel Rauch.
Oder ist das doch eher die Augenflüssigkeit, die da rausläuft?
Die Dartpfeile haben wohl ihre Arbeit geleistet.
Der letzte ist langweilig, zieht seinen mickrigen Schwanz ein und torkelt aus der Kneipe.
Darauf erst mal nen Tequila, auf euch Jungs.
Wirklich auf euch.
Der Alkohol brennt bestimmt wunderbar in euren Wunden.
Jedenfalls war der Abend doch recht amüsant, sollte man vielleicht öfter machen.
Ich werd dann mal wieder nach Hause gehen.
Und kaum bin ich auf der Straße, kommt mir sowas entgegen.
Individualisten, wie sie nicht im Buche stehen.
Der Abend ist wohl doch noch nicht vorbei…

Erinnerungskleber

Posted in Uncategorized on September 14, 2008 by funkstille

Erinnerungen kleben an mir.
Haben sich festgesetzt.
Kleben.
Kleben an mir.
Stinken abscheulich.
Stinken nach Scheisse, nach Kotze.
Gedankenscheisse.
Gedankenkotze.
Scheiss Gedanken, scheiss Kotze.
Loswerden.
Wie?
Selbstzerstörung?
Den Schalter umlegen.
Suicide Silence – no pity for a coward – „pull the trigger bitch“.
Antwort:
In Flames – Only for the weak.
Wie also die ganze Scheisse vergessen?
Zeit heilt Wunden?
Einen Dreck tut sie.
Vielleicht äußerlich.
Bringt mir das was?
Nein.
Einen weiteren Haufen Dreck bringts.
Vergessen?
Einfach vergessen?
Mach doch.
Probieren geht über studieren.
Scheisse Mann, nein.
Ablenkung?
Durchaus.
Bis zu dem Moment, in dem du wieder in deinem dunklen, verdreckten Loch sitzt
und sie dich wieder einholen.
Nur, damit du dann noch tiefer ins Loch fällst.
Wie also?
Ideen und Gedanken, Erfahrungsberichte und Erläuterungen bitte an die
0170-FUCKYOU.

Ich bin Kunst

Posted in Uncategorized on September 11, 2008 by funkstille

Ich bin Kunst.
Punkt.
Ich.
Bin.
Kunst.
Alles an mir ist Kunst.
Wenn ihr mich riecht, atmet ihr Kunst.
Wenn ihr mich seht, seht ihr Kunst.
Wenn ich mich schmeckt, schmeckt ihr Kunst.
Wenn ihr mich tötet, tötet ihr Kunst.
Jede verdammte Zelle meines Körpers ist Kunst.
Jedes noch so kurze verfickte Haar, jede noch so kleine beschissene Zelle.
Alles Kunst.
Abstrakt sagt ihr?
Der Gedanke oder das Kunstwerk.
Kann mir auch egal sein.
Ich bin der einzige, der Kunst menschlich gemacht hat, verkörpert, der Kunst ein Gesicht,
eine Gestalt gegeben hat und der, der euch die Augen für Kunst geöffnet hat und sie
aufhalten wird.Ich bin der, der das alles realisiert hat, den ganzen Wahnsinn auf sich genommen
und erfolgreich präsentiert hat.
Was seid ihr?
Ein Pack Dilettanten. Opportunisten. Egozentriker ohne den Hauch einer Idee.
Idiokratie herrscht.
Soll mir recht sein.
Obwohl das den Tod bedeutet.
Den Tod für Kunst.
Mit eurem nichtsnutzigen Dasein, euren verkommenen Moralen und Ethiken.
Dem Blick für alles, außer dem Wichtigen.
Mit eurem pseudointelligenten Geschwätz ohne Inhalt.
Antikörper der Gesellschaft, wie sie sein sollte.
Soll mir recht sein, jetzt bin ich eben der Antikörper.
Und im Gegensatz zu euch werd ich’s auch verkraften, werd ich standhalten und am Schluss
stolz sein, dass es so gekommen ist.
Wenn ihr wüsstet.
Wenn ihr realisieren könntet.
Eure Maske der Ignoranz absetzen und die Wahrheit sehen.
Individuum.